Reltio ist ein Anbieter von Master Data Management aus der Cloud. Das Unternehmen aus Redwood City in Kalifornien wurde 2011 gegründet und ist in Europa unter anderem mit einem Büro in London vertreten. Seit Mai 2026 gehört Reltio zu SAP.
Die Plattform heißt „Connected Data Platform“. Sie führt Daten aus vielen Quellen zusammen, bereinigt sie und setzt sie zueinander in Beziehung. Dafür nutzt Reltio eine Graph-Datenbank und KI-gestützte Abgleichsregeln. Das Ergebnis ist ein „Golden Record“, also ein abgestimmter Datensatz je Kunde, Produkt, Lieferant oder Standort.
Wichtig für die Einordnung: Reltio ist kein klassisches PIM. Marketingtexte, Bilder und die Ausspielung in Shops und Kataloge sind nicht der Schwerpunkt. Reltio sitzt eine Ebene darunter und sorgt dafür, dass Stammdaten über alle Domänen stimmen. Viele Unternehmen kombinieren deshalb ein MDM wie Reltio mit einem PIM.
SAP hat die Übernahme im März 2026 angekündigt und am 7. Mai 2026 abgeschlossen. Reltio ist seitdem Teil der SAP Business Data Cloud und soll Stammdaten aus SAP- und Nicht-SAP-Systemen für KI-Agenten aufbereiten. Laut SAP bleibt Reltio vorerst auch als eigenständige Lösung erhältlich. Bestandskunden ohne SAP-Landschaft sollten dennoch Roadmap und Preisentwicklung im Blick behalten.
Unsere Analyse dazu: Die SAP-Reltio-Übernahme und der PIM-Markt
“Wo Datenchaos Ihre Agilität behindert, schaffen wir Klarheit und Vertrauen. Reltio vereint all Ihre Domänen und unzählige Quellen zu einem intelligenten, Cloud-nativen Golden Record und verhilft Ihnen zum Aufbruch in eine neue Zeit der KI-gestützten Innovation.”
