PIM für Bau und Gebäudetechnik: Anbieter im Vergleich 2026

PIM für Bau und Gebäudetechnik: Zehn Anbieter im Vergleich, bewertet nach Ausgangslage

Kurz gesagt: In Bau und Gebäudetechnik entscheidet die Ausgangslage über das passende PIM, nicht der Name des Anbieters. Seit dem 8. Januar 2026 gilt die neue Bauproduktenverordnung (EU) 2024/3110 mit Leistungs- und Konformitätserklärung und ersten Umweltangaben; am 1. Dezember 2026 erscheint ETIM 11.0, und ab 2028 müssen neue Gebäude über 1.000 m² ihr Treibhauspotenzial über den Lebenszyklus ausweisen. Wir haben zehn Anbieter an sieben Anforderungen gemessen: Leistungserklärung und Umweltdaten, Klassifikation und Handelsformate, BIM- und Planerdaten, Ausschreibungstexte, Bemessung und Varianten, Länder und Zulassungen sowie Dokumente und Ersatzteile. Daraus ergeben sich vier typische Ausgangslagen: Hersteller aus Sanitär, Heizung und Klima; Baustoff- und Bauelementehersteller; internationale Konzerne mit vielen Marken; Fachgroßhandel. Welche Lösung zu welcher Ausgangslage passt, zeigt unsere Bewertung im Anschluss an den Vergleich.

Was ein PIM in Bau und Gebäudetechnik können muss

  • Leistungserklärung und Umweltdaten: Die neue Bauproduktenverordnung verlangt eine Leistungs- und Konformitätserklärung, die elektronisch bereitgestellt werden kann. Schrittweise kommen Umweltangaben hinzu: zuerst das Treibhauspotenzial, ab 2030 alle Kernindikatoren und ab 2032 weitere Indikatoren nach EN 15804+A2. Das PIM sollte Leistungsmerkmale, Normbezug und Umweltwerte je Produkt und Version führen.
  • Klassifikation und Handelsformate: Der Großhandel erwartet Daten nach ETIM, meist als BMEcat; im Sanitär-, Heizungs- und Klimahandel sind dazu DATANORM und das Format der ARGE Neue Medien verbreitet. ETIM 11.0 erscheint am 1. Dezember 2026. Das PIM sollte mehrere Klassifikationen und Releases parallel führen und die Exporte ohne Handarbeit erzeugen.
  • BIM- und Planerdaten: Planer arbeiten mit BIM-Modellen (IFC, Revit, ArchiCAD) und in der technischen Gebäudeausrüstung mit Datensätzen nach VDI 3805, die international als ISO 16757 weitergeführt wird. Das PIM liefert die Merkmale, aus denen diese Modelle und Datensätze entstehen, oft zusammen mit einem Dienstleister für die Geometrie.
  • Ausschreibungstexte: Planer und Architekten übernehmen Produkte über Ausschreibungstexte, etwa über ausschreiben.de im GAEB-Format. Das PIM sollte diese Texte regelbasiert aus den Merkmalen erzeugen, mehrsprachig und mit Freigabe.
  • Bemessung, Rezepturen und Varianten: Bauteile werden nach Bemessungstabellen ausgewählt, Baustoffe nach Rezepturen, Bauelemente wie Fenster, Tore oder Geländer werden konfiguriert. Das PIM braucht ein Datenmodell für Bemessungswerte, Rezepturen und Varianten und eine Anbindung an Konfiguratoren.
  • Länder, Normen und Zulassungen: Viele Bauprodukte unterscheiden sich je Land nach Norm, Zulassung und Sprache, in Deutschland etwa durch allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen. Das PIM muss länderspezifische Werte, Dokumente und Texte verwalten und gemeinsame Werte vererben.
  • Dokumente, Ersatzteile und Service: Datenblätter, Montageanleitungen, Leistungserklärungen und Ersatzteilkataloge müssen zur richtigen Produktversion passen. Für technische Dokumentation und Ersatzteile kommt oft ein Redaktionssystem hinzu, das mit dem PIM zusammenarbeitet.

Fristen, die Produktdaten in Bau und Gebäudetechnik betreffen

Die neue Bauproduktenverordnung führt ihre Pflichten über mehrere Jahre ein, abhängig davon, wann für eine Produktfamilie neue harmonisierte Normen vorliegen. Für jede Frist gilt: Die Angaben müssen je Produkt gepflegt, freigegeben und an Leistungserklärung, Handel und Planer gleichzeitig ausgeliefert werden.

DatumRegelWas es für Produktdaten bedeutet
07.01.2025Bauproduktenverordnung (EU) 2024/3110In Kraft getreten; ersetzt die Verordnung (EU) Nr. 305/2011.
08.01.2026Bauproduktenverordnung, GeltungsbeginnLeistungs- und Konformitätserklärung, elektronische Bereitstellung vorgesehen; erste Umweltangabe ist das Treibhauspotenzial, soweit die harmonisierte Spezifikation es verlangt. Normen nach der alten Verordnung gelten übergangsweise weiter.
01.12.2026ETIM 11.0Neues Release der Klassifikation; Daten an Großhandel und Portale auf die neuen Klassen und Merkmale umstellen.
2. Quartal 2027 (geplant)Digitaler Produktpass für BauprodukteDie Kommission plant die Anforderungen für Bauprodukte per delegiertem Rechtsakt; Pflicht 18 Monate nach dessen Inkrafttreten.
01.01.2028Gebäuderichtlinie (EU) 2024/1275Treibhauspotenzial über den Lebenszyklus für neue Gebäude über 1.000 m² berechnen und offenlegen; Planer brauchen Umweltwerte der Produkte.
01.01.2030Gebäuderichtlinie (EU) 2024/1275Treibhauspotenzial über den Lebenszyklus für alle neuen Gebäude.
09.01.2030Bauproduktenverordnung, UmweltangabenAlle Kernindikatoren für Umweltauswirkungen nach EN 15804+A2.
09.01.2032Bauproduktenverordnung, UmweltangabenZusätzliche Umweltindikatoren nach EN 15804+A2.

PIM-Anbieter für Bau und Gebäudetechnik im Vergleich

Die Anbieter stehen in alphabetischer Reihenfolge, das ist keine Rangfolge. Aufgenommen haben wir nur Anbieter mit öffentlichen Referenzen aus Bau, Baustoffen oder Gebäudetechnik. Funktionen laut Herstellerangaben, Referenzen nur mit öffentlichem Beleg.

AnbieterAusrichtungStärken in Bau und GebäudetechnikReferenzen (öffentlich belegt)Passt zu
ANTEROS von INCONY (Paderborn)PIM mit Branchenlösung für BauzuliefererETIM parallel zu BIM- und eigenen Strukturen, Kategoriebäume und geplante Exporte für den BIM-Austausch; Standardexporte im ARGE- und BMEcat-Format bei Oventrop, DATANORM-Export bei TECEOventrop, TECE, Poloplast, MC-BauchemieHerstellern aus Sanitär, Heizung und Bauchemie, die Großhandel und Planer mit Standardformaten beliefern
ATAMYA (Bochum)PIM mit ETIM-Struktur, früher eggheadsBei Wilo über 35.000 Produkte in 31 Sprachen nach ETIM, BIM- und CAD-Kataloge über CADENAS; bei SAKRET 500 Produkte und 3.000 Varianten in 13 Sprachen für eine europäische GruppeWilo, SAKRET, GrünbeckHerstellern mit internationalen Gesellschaften, ETIM und BIM-Anforderungen
crossbase (Böblingen)PIM, Media-Asset-Management und Database PublishingBei Schöck über 500.000 Bemessungswerte und Publikationen in 40 Sprachen für 29 Länder; bei Gebr. Kemper mehrsprachige Produkt- und Ausschreibungstexte für DATANORM, das SHK-Branchenportal, ausschreiben.de (GAEB) und den VDI-3805-WebSelektorSchöck, Gebr. Kemper, HOPPE, Max Frank, SievertHerstellern mit technischen Katalogen, Bemessungsdaten und Ausschreibungstexten
inriver (Malmö)PIM mit Fokus auf ProdukterlebnisBranchenseite Tools + Construction; bei ITW Construction Products Europe 50.000 Artikel aus mehreren ERP-Systemen für 10 europäische Märkte; bei Swegon PIM mit DAM für 3D-RenderingsITW Construction Products Europe, Swegon, Bygma, Brødrene A&O JohansenInternationalen Herstellern und Händlern mit vielen Ländern und Websites
MeDaPro von ITB (Kamp-Lintfort)PIM und Katalogsystem mit Schwerpunkt GroßhandelReferenzliste mit 16 Sanitär- und Klimagroßhändlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz; bei Fritz Holter über 20.000 ArtikelMeier Tobler, Sanitas Troesch, Fritz Holter, Leysser, ACOFachgroßhändlern für Sanitär, Heizung, Klima und Baustoffe in DACH
Pimcore (Salzburg)Open-Core-Plattform für PIM, MDM, DAM und CMSBei Saint-Gobain Weber PIM, DAM und MDM für über 800 Produkte und 26.321 Medien, automatisierte Preislisten, Verpackungen und technische DatenblätterSaint-Gobain Weber, Caleffi, SOMMERHerstellern mit eigenem Entwicklungsteam oder Partner, die PIM, Website und Publishing verbinden wollen
prodexa (Dortmund)PIM mit Branchenlösung Sanitär und HLKBei Viessmann PIM und Online-Produktkatalog mit Anbindung an das zentrale SAP-Stammdatenmanagement, Aufwand für Angebote um 75 % gesenktViessmann, AssmannHerstellern aus Heizung, Lüftung und Sanitär mit SAP
Stibo Systems (Aarhus, Niederlassung Hamburg)Multi-Domain-MDM (STEP) mit PIM, nur noch als SaaSBei Kingspan PIM für drei von sieben Divisionen mit über 40 Marken in 80 Ländern, technische Dokumente von 13.000 auf gut 2.000 reduziertKingspan, LIXIL, Saint-Gobain Distribution Bâtiment France, ZehnderKonzernen mit vielen Marken, Divisionen und Ländern
Viamedici (Ettlingen)Plattform für PIM, MDM, DAM und ProduktkonfigurationBei Baumit Produktdatenbank mit über 900 Rezepturen, Pilot in Deutschland, dann Rollout in 27 weitere europäische Länder, regelbasierte Verteilung an Planer, Verarbeiter und Händler; Konfiguration (CPQ) mit SAP-AnbindungBaumitBaustoff- und Bauelementeherstellern mit Rezepturen, Varianten und Konfiguration in vielen Ländern
xmedia von myview (Büren)PIM mit Branchenlösung Sanitär, Heizung, KlimaBei Sita BIM-Modelle für Revit und ArchiCAD direkt aus dem PIM, veröffentlicht über das BIM-Portal von Heinze; bei S+S Regeltechnik regelbasierte Ausschreibungstexte mit direktem Export zu ausschreiben.deSita Bauelemente, S+S Regeltechnik, Duscholux, maxitHerstellern, die BIM-Daten und Ausschreibungstexte aus dem PIM erzeugen wollen

Weitere Anbieter mit Referenzen aus Bau und Gebäudetechnik: Akeneo (ASSA ABLOY, Tarkett), Alterra::PIM von Sepia (Halfen, über 20.000 Produkte, Unterlagen in bis zu 16 Sprachen), catXmedia von lisocon (Schüco), Centric PXM (Belimo, Datenblätter in über 25 Sprachen), PDM-X lisa von datacrossmedia (DATANORM und BMEcat für Bauzulieferer und Sanitär, Heizung, Klima), Perfion (Dornbracht), Sales Layer (Válvulas Arco), Struct PIM (STARK), Quanos als Redaktions- und Ersatzteilsystem (Geberit, Grünbeck, Windhager) und Wabric als Konfigurator für Dach, Fassade, Geländer und Tore.

Unsere Bewertung: Welche Lösung zu welcher Ausgangslage passt

Wir haben die zehn Anbieter an den sieben Anforderungen aus dem ersten Abschnitt gemessen, soweit öffentliche Belege vorliegen. Viele Anbieter mit Bau-Referenzen kommen aus Deutschland und bringen Exporte in die Branchenformate mit; die Unterschiede liegen bei BIM, Ausschreibung, Konfiguration und Konzernfähigkeit. Deshalb unterscheiden wir vier Ausgangslagen.

Ausgangslage 1: Hersteller aus Sanitär, Heizung und Klima

Hier zählen ETIM, BMEcat, DATANORM und das ARGE-Format für den Großhandel sowie VDI 3805 und BIM für Planer. crossbase ist bei Gebr. Kemper belegt: Produkt- und Ausschreibungstexte entstehen mehrsprachig für DATANORM, das SHK-Branchenportal, ausschreiben.de und den VDI-3805-WebSelektor. ANTEROS liefert bei Oventrop und TECE die Formate ARGE, BMEcat und DATANORM aus dem Standard. ATAMYA führt bei Wilo über 35.000 Produkte in 31 Sprachen nach ETIM und versorgt BIM-Kataloge über CADENAS. prodexa ist bei Viessmann mit SAP-Anbindung belegt, xmedia hat eine eigene Branchenlösung. Prüfen Sie im Proof of Concept mit eigenen Daten, wie ETIM 11.0 eingespielt wird und welche Formate ohne Zusatzentwicklung entstehen.

Ausgangslage 2: Baustoff- und Bauelementehersteller

Bei Baustoffen und Bauelementen stehen Rezepturen, Bemessung, Varianten und Ausschreibung im Vordergrund. Viamedici führt bei Baumit eine Produktdatenbank mit über 900 Rezepturen, die nach einem Pilot in Deutschland in 27 weitere europäische Länder ausgerollt wurde, und bringt Konfiguration auf derselben Plattform mit. crossbase verwaltet bei Schöck über 500.000 Bemessungswerte und erzeugt Publikationen in 40 Sprachen. xmedia erzeugt bei Sita BIM-Modelle direkt aus dem PIM und bei S+S Regeltechnik Ausschreibungstexte für ausschreiben.de. Pimcore ist bei Saint-Gobain Weber mit automatisierten Preislisten und Datenblättern belegt, ATAMYA bei SAKRET mit 3.000 Varianten in 13 Sprachen. Mit der Bauproduktenverordnung kommen Umweltwerte je Produkt hinzu; prüfen Sie, wie das PIM Werte aus Umweltproduktdeklarationen versioniert.

Ausgangslage 3: Internationale Konzerne mit vielen Marken

Wenn mehrere Divisionen, Marken und ERP-Systeme zusammenkommen, zählt das Datenmodell über Grenzen hinweg. Stibo Systems ist bei Kingspan belegt: PIM für drei von sieben Divisionen mit über 40 Marken in 80 Ländern, technische Dokumente von 13.000 auf gut 2.000 reduziert. Stibo liefert nur noch als SaaS (mehr dazu). inriver führt bei ITW Construction Products Europe 50.000 Artikel aus mehreren ERP-Systemen für 10 europäische Märkte. Klären Sie früh, welche Merkmale konzernweit gelten und welche Länder selbst pflegen.

Ausgangslage 4: Fachgroßhandel für Sanitär, Heizung, Klima und Baustoffe

Großhändler übernehmen Herstellerdaten aus vielen Formaten, ergänzen eigene Inhalte und beliefern Handwerker über Shop, App und Katalog. MeDaPro von ITB nennt 16 Sanitär- und Klimagroßhändler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als Referenzen, darunter Meier Tobler und Sanitas Troesch. inriver ist bei Bygma und Brødrene A&O Johansen belegt, Stibo Systems bei Saint-Gobain Distribution Bâtiment France. Prüfen Sie den Import von DATANORM, BMEcat und ARGE-Daten und die Qualitätsprüfung der Lieferantendaten.

Diese Fragen sollten Sie jedem Anbieter stellen

  1. Wie bilden Sie Leistungsmerkmale, Normbezug und Umweltwerte nach EN 15804+A2 je Produkt und Version ab, und wie entsteht daraus die Leistungs- und Konformitätserklärung?
  2. Welche ETIM-Releases führen Sie parallel, und wie spielen Sie ETIM 11.0 ein?
  3. Welche Exporte liefern Sie im Standard: BMEcat mit ETIM, DATANORM, ARGE-Format, Daten nach VDI 3805?
  4. Wie entstehen BIM-Modelle und -Merkmale aus dem PIM, und mit welchen Dienstleistern arbeiten Sie zusammen?
  5. Wie erzeugen Sie Ausschreibungstexte, und wie kommen sie zu Portalen wie ausschreiben.de?
  6. Wie verwalten Sie Bemessungstabellen, Rezepturen und Varianten, und wie binden Sie Konfiguratoren an?
  7. Welche Kunden aus Bau oder Gebäudetechnik in Deutschland, Österreich oder der Schweiz können wir als Referenz sprechen?

Häufige Fragen

Welches PIM eignet sich für Bauzulieferer und Hersteller aus Sanitär, Heizung und Klima?

Das hängt von der Ausgangslage ab. Für Hersteller aus Sanitär, Heizung und Klima mit Großhandels- und Planerformaten sind crossbase, ANTEROS, ATAMYA, prodexa und xmedia belegt. Baustoff- und Bauelementehersteller mit Rezepturen, Bemessung und Konfiguration finden Referenzen bei Viamedici, crossbase, xmedia und Pimcore. Konzerne mit vielen Marken landen häufig bei Stibo Systems oder inriver, der Fachgroßhandel in DACH unter anderem bei MeDaPro.

Was ändert die neue Bauproduktenverordnung für Produktdaten?

Seit dem 8. Januar 2026 gilt die Bauproduktenverordnung (EU) 2024/3110. Hersteller erstellen eine Leistungs- und Konformitätserklärung, die elektronisch bereitgestellt werden kann. Umweltangaben kommen schrittweise hinzu, zuerst das Treibhauspotenzial, ab 2030 alle Kernindikatoren und ab 2032 weitere Indikatoren nach EN 15804+A2. Wann eine Pflicht für ein Produkt greift, hängt von den harmonisierten Normen der jeweiligen Produktfamilie ab.

Welche Datenformate erwartet der Großhandel?

Der Großhandel erwartet Produktdaten nach ETIM, meist im BMEcat-Format. Im Handel für Sanitär, Heizung und Klima sind zusätzlich DATANORM und das Format der ARGE Neue Medien verbreitet. ETIM 11.0 erscheint am 1. Dezember 2026. Ein PIM sollte diese Exporte aus einem Datenbestand erzeugen und mehrere ETIM-Releases parallel führen.

Kann ein PIM BIM-Daten liefern?

Ja, als Quelle der Merkmale. Bei Sita erzeugt xmedia BIM-Modelle für Revit und ArchiCAD direkt aus dem PIM, bei Wilo entstehen BIM-Kataloge aus den ATAMYA-Daten über CADENAS, und ANTEROS bereitet Produktdaten für BIM-Strukturen auf. In der technischen Gebäudeausrüstung sind Datensätze nach VDI 3805 verbreitet, die international als ISO 16757 weitergeführt wird.

Wann kommt der digitale Produktpass für Bauprodukte?

Die Bauproduktenverordnung sieht einen digitalen Produktpass vor, der Leistungs- und Konformitätserklärung, technische Dokumentation und Sicherheitsinformationen bündeln soll. Die Kommission plant die Anforderungen für Bauprodukte im zweiten Quartal 2027 per delegiertem Rechtsakt; verpflichtend wird der Pass 18 Monate nach dessen Inkrafttreten. Wer seine Produktdaten heute im PIM strukturiert, kann den Pass daraus befüllen.

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Stand: Oktober 2026. Angaben zu Funktionen, Standards und Schnittstellen laut Herstellerangaben; bitte im Projekt prüfen. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung; Fristen der Bauproduktenverordnung hängen von den harmonisierten Normen Ihrer Produktfamilie ab.

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