Mehr als nur neue Software: Wie Sie mit PIM und KI Ihre Vertriebsprozesse revolutionieren

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Mehr als nur neue Software: Wie Sie mit PIM und KI Ihre Vertriebsprozesse revolutionieren

Viele Digitalisierungsinitiativen in Marketing und Vertrieb bleiben hinter den Erwartungen zurück, weil sie als reine IT-Projekte aufgesetzt werden. Doch neue Tools allein lösen keine alten Probleme. Erfahren Sie, warum erst die Kombination aus radikaler Geschäftsprozessoptimierung (GPO) und intelligenter Automatisierung den manuellen Aufwand halbiert und Ihre „Time-to-Market“ massiv beschleunigt.

Hochqualifiziert, aber in Routine gefangen

In vielen Industrie- und Handelsunternehmen zeigt sich ein paradoxes Bild: Marketing- und Vertriebsteams sind strategisch hervorragend aufgestellt, verbringen aber im Alltag bis zu 50 % ihrer Arbeitszeit mit operativer Routinearbeit.

Statt sich auf den Kunden zu fokussieren, binden manuelle Datensuche, die Pflege von Excel-Silos oder das händische Erstellen von Kundentabellen wertvolle Ressourcen. Die Folgen sind gravierend:

  • Verpasste Umsätze: Wenn Produktneueinführungen aufgrund schwerfälliger Prozesse zu lange dauern, gehen lukrative „First-to-Market“-Margen an den Wettbewerb verloren.
  • Fehlende Agilität: Einfache E-Commerce-Projekte oder Preislisten-Updates ziehen sich über Monate, weil Daten erst mühsam validiert werden müssen.
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Das PIM-Update

Der Reflex vieler Unternehmen ist der Ruf nach neuer Software. Es wird ein neues PIM- oder DAM-System eingeführt, in der Hoffnung, dass sich damit alles bessert. Doch wenn bestehende Prozesse lediglich 1:1 in ein neues System übertragen werden, entsteht oft nur eine „digitale Kopie“ alter Ineffizienzen.

Ein solches Vorgehen optimiert vielleicht die Systemoberfläche, lässt aber die eigentlichen Bremsklötze bestehen:

  • Starre „Wasserfall“-Prozesse verhindern paralleles Arbeiten.
  • Effizienzgewinne bleiben aus, weil die Arbeitsweise der Teams unverändert bleibt.
  • KI-Funktionen werden – wenn überhaupt – nur als isolierte Features genutzt, statt als integraler Bestandteil des Workflows.

Effizienzsteigerung durch strategische Geschäftsprozessoptimierung (GPO) mit PIM und KI

Um echte Wettbewerbsvorteile zu erzielen, muss das Pferd von der anderen Seite aufgezäumt werden: Nicht die Software definiert den Prozess, sondern die Geschäftsprozessoptimierung (GPO) definiert die Anforderungen.

Unser Ansatz „Automation von Marketing & Sales“ basiert auf drei zentralen Hebeln:

  1. Mut zum „Weglassen“: Agile Workflows

Wir hinterfragen jeden Prozessschritt: Muss diese Freigabe wirklich sequenziell erfolgen? Durch die Etablierung von parallelen „Fast-Track“-Workflows können Marketing, Compliance und Produktmanagement gleichzeitig agieren. Das Ziel ist das „Weglassen unnötiger Arbeiten“, nicht deren Digitalisierung.

  1. Zentralisierung und „Single Source of Truth“

Fragmentierte Datenlandschaften verhindern Automatisierung. Ein zentraler Data Hub (SsoT) muss als verlässliche Quelle dienen, die alle Kanäle – vom Webshop bis zum ERP – speist. Operative Aufgaben wie Übersetzungen oder Datenanreicherung werden zentralisiert, statt sie redundant in verschiedenen Ländergesellschaften parallel auszuführen.

  1. Der KI-Turbo: Automatisierung statt Handarbeit

Moderne Konzepte integrieren Künstliche Intelligenz tief in die Wertschöpfungskette:

  • Content Automation: Generative KI erstellt vollautomatisch SEO-Texte, USPs und Übersetzungen direkt aus den technischen Attributen.
  • Sales Enablement: Statt Preislisten oder Datenblätter händisch zu bauen, generieren Vertriebsmitarbeiter diese kundenspezifisch per „Single Click“ – perfekt kalkuliert und im Corporate Design.
  • Qualitätssicherung: KI-Agenten klassifizieren Produkte automatisch in Standards (wie ETIM oder eCl@ss) und scannen Datenbestände proaktiv auf Fehler, die der Mensch nur noch validieren muss.

Fazit: Vom Verwalter zum Gestalter

Die Transformation durch GPO und KI verändert die Rollenbilder positiv: Weg von der manuellen Datenerfassung, hin zur strategischen Steuerung und Analyse. Unternehmen, die diesen Weg gehen, realisieren nicht nur Kosteneinsparungen durch reduzierte manuelle Aufwände , sondern sichern sich durch verkürzte Time-to-Market entscheidende Marktanteile.

Über den Autor:

Matthias Kant ist Geschäftsführer von Digitize!, einer unabhängigen Beratung für digitale Transformation und Prozesseffizienz. Seine Expertise stützt sich auf jahrelange operative Erfahrung im Marketing für den Independent Aftermarket bei Continental sowie seine Tätigkeit als Projektleiter und Partner bei führenden Beratungen wie der Droege Group und KMC Marketing Consultants.

Matthias Kant hat erfolgreiche Strategie-, GPO- und Digitalisierungsprojekte für zahlreiche namhafte Unternehmen der Automobilindustrie und des Mittelstands durchgeführt, darunter Bosch, Mercedes-Benz, Renault, Volkswagen, Boge, Vauth-Sagel und Giti Tire. Er unterstützt Unternehmen dabei, Ineffizienzen aufzudecken und durch die smarte Verzahnung von Prozessoptimierung und Technologie nachhaltig zu wachsen.

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