PIM vs. PXM: Vom reinen Datenmanagement zur echten Product Experience

PIM vs. PXM

PIM vs. PXM: Was ist der Unterschied?

Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren ein PIM eingeführt, um ihre Produktdaten in den Griff zu bekommen: eine zentrale Quelle, weniger Fehler, weniger Handarbeit. Wer heute online verkauft, merkt aber, dass richtige Daten allein noch keinen Kauf auslösen. Hier setzt Product Experience Management an, kurz PXM.

Der Unterschied bei PIM vs. PXM lässt sich knapp fassen: Das PIM sammelt, prüft und hält die Daten konsistent. PXM nutzt diese Daten, um Produkte je Kanal und Zielgruppe überzeugend darzustellen. PIM verwaltet Informationen, PXM gestaltet, wie sie beim Kunden ankommen.

PIM vs. PXM: Drei Unterschiede

Blickrichtung. Ein PIM ist nach innen gerichtet und verbessert Datenqualität und Abläufe. PXM schaut nach außen und fragt, wie die Daten an einem bestimmten Kontaktpunkt auf den Kunden wirken.

Inhalt. Das PIM verwaltet strukturierte Daten wie Artikelnummern, Merkmale, Maße und Preise. PXM ergänzt Geschichten, Bewertungen, Videos und Bilder, oft über ein angebundenes DAM.

Ziel. Das PIM sorgt für einheitliche und richtige Daten auf allen Kanälen. PXM zielt auf Aufmerksamkeit und Kauf und variiert die Darstellung bewusst: technische Tabellen im B2B-Portal, eine kurze Geschichte auf Instagram.

Grafik: PIM vs. PXM im Vergleich

Vom PIM zum PXM in drei Schritten

1. Das PIM sauber aufstellen. Ohne verlässliche Grunddaten gibt es kein PXM. Die Basisdaten müssen vollständig und richtig sein, bevor man darauf Erlebnisse aufbaut.

2. Kontaktpunkte festlegen. Welche Informationen braucht ein Kunde in der App, auf der Website oder auf dem Marktplatz? Das PIM muss Daten je Kanal unterschiedlich ausgeben können.

3. Bilder und Videos einbinden. Ein Produkterlebnis ist vor allem visuell. Der wichtigste technische Schritt zum PXM ist deshalb die Anbindung eines DAM an das PIM, damit Bilder, Videos und 360-Grad-Ansichten automatisch beim richtigen Produkt landen.

„59 % der Konsumenten haben schon ein Produkt zurückgeschickt, weil die Online-Beschreibung irreführend oder ungenau war.“

Fazit

Ein PIM einzuführen heißt, die Grundlage zu schaffen. PXM heißt, auf dieser Grundlage Produkte so zu zeigen, dass sie gekauft werden. Das eine geht nicht ohne das andere: Das PIM liefert die Fakten, PXM sorgt dafür, dass sie beim Kunden wirken. Anbieter wie Salsify oder Contentserv bündeln beides in einer Plattform.

Sie möchten aus Ihren Produktdaten mehr machen? Sprechen Sie uns an.

Mehr zum Thema: Salsify (PXM) · Customer Experience im PIM-Wiki · PIM und Customer Experience

Über den Autor

Matthias Kant ist Geschäftsführer der Digitize! GmbH, die hinter PIM-Consultants steht. Vorher war er im Marketing für den Independent Aftermarket bei Continental tätig sowie Projektleiter und Partner bei der Droege Group und bei KMC Marketing Consultants. Heute begleitet er Hersteller und Händler herstellerneutral bei der Auswahl und Einführung von PIM-Systemen. Mehr über das Team

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