- PIM-Vergleiche
Bluestone PIM Alternativen 2026: 9 PIM-Systeme im Vergleich
Kurz gesagt: Bluestone PIM ist ein reines SaaS-PIM aus Norwegen mit MACH-Architektur, verbreitet vor allem im Handel in Skandinavien, den Niederlanden und Großbritannien. Nach Alternativen suchen meist Unternehmen ohne eigenes Entwicklungsteam, mit Bedarf an Selbstbetrieb, an eingebauter Marktplatz-Anbindung oder an Partnern im deutschsprachigen Raum. Die naheliegende Alternative ist Akeneo: ebenfalls SaaS, aber mit eigenem Lieferantenportal, eigener Marktplatz-Ausspielung und Niederlassung in Düsseldorf. Schlanker starten Sie mit Struct PIM, Sales Layer oder Plytix. Wer selbst betreiben will, prüft Pimcore oder den freien Fork OpenDXP, für technische Produkte mit vielen Varianten Viamedici EPIM.
Bluestone PIM im Überblick
Bevor Sie Alternativen vergleichen, lohnt ein nüchterner Blick auf das, was Bluestone ausmacht. Details finden Sie in unserem Profil von Bluestone PIM.
- Herkunft: Gegründet 2016 als Bluestone AS in Tønsberg, Norwegen. Weitere Büros nennt der Anbieter in London, Utrecht, Stockholm, Danzig und Bangkok. Ein Büro in Deutschland ist nicht aufgeführt.
- Eigentümer: Bluestone ist bis 2024 ohne externe Investoren gewachsen. Im Januar 2024 kamen in einer ersten externen Runde Scale Leap Capital aus Norwegen und Narwhal Investments aus den Niederlanden dazu, unter anderem für den Ausbau in Großbritannien, Deutschland und Benelux. Geschäftsführer ist Einar Augedal.
- Betrieb und Architektur: Bluestone gibt es nur als SaaS. Das System ist API-first gebaut und trat im Mai 2021 als erster PIM-Anbieter der MACH Alliance bei. Shops, Suche und CMS werden über Schnittstellen angebunden, etwa commercetools, Shopify oder Contentstack.
- Zielgruppe: Handel und Marken mit großen Sortimenten. Öffentliche Fallstudien gibt es unter anderem zu Stadium, Zeeman und Saint-Gobain Distribution Norway, Pressemitteilungen zu Jernia und Dolby.
- Preise: Eine Preisliste gibt es nicht. Bluestone rechnet monatlich ab, abhängig von Nutzern, Artikeln, Sprachen, Datentransfer und angebundenen Marktplatz-Apps. Standard ist eine Vorauszahlung für drei Monate, längere Laufzeiten bringen Rabatt.
- KI und Compliance: Bluestone bietet einen KI-Agenten, einen MCP-Server für externe KI-Agenten und eine eigene Lösung für den Digitalen Produktpass.
Warum Unternehmen nach Alternativen suchen
Bluestone ist technisch modern. Diese Punkte führen trotzdem zur Suche nach Alternativen:
- Entwicklungs-Know-how: Die MACH-Architektur spielt ihre Stärken aus, wenn ein eigenes Team oder eine Agentur den Commerce-Stack zusammensetzt. Wer eine fertige Gesamtlösung sucht, hat mehr Einführungsaufwand.
- Marktplätze: Für die breite Ausspielung an Marktplätze setzt Bluestone auf Erweiterungen wie Productsup oder WakeupData. Diese Dienste lizenzieren Sie zusätzlich.
- Nur Cloud: Ein Betrieb im eigenen Rechenzentrum ist nicht vorgesehen. Wer das aus Gründen der Datenhoheit braucht, muss wechseln.
- Präsenz in DACH: Die Partnerliste ist nordisch geprägt, ein Büro in Deutschland nennt Bluestone nicht. Fragen Sie gezielt nach Partnern und Referenzen vor Ort.
- Preisentwicklung: Der Preis wächst mit Artikeln, Sprachen und Nutzern. Bei internationalem Wachstum sollten Sie die Kosten über mehrere Jahre durchrechnen.
- Technische Produkte: ETIM-Unterstützung kommt über eine Partner-Erweiterung. Wer viele technische Merkmale und Varianten pflegt, findet bei spezialisierten Anbietern mehr Standardfunktionen.
Bluestone PIM Alternativen im Vergleich
Die Auswahl folgt der Ähnlichkeit zu Bluestone: überwiegend SaaS, Fokus auf Mittelstand und gehobenen Mittelstand, Anbieter aus Europa. Kunden nennen wir nur, wenn sie öffentlich belegt sind.
| Anbieter | Ausrichtung | Stärke gegenüber Bluestone | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Akeneo (Nantes, Frankreich) | SaaS-PIM mit Modulen für DAM, Lieferanten-Onboarding und Syndication | Lieferantenportal (Supplier Data Manager) und Marktplatz-Ausspielung (Activation) aus einer Hand, Niederlassung in Düsseldorf, viele Partner in DACH | Marken und Händlern mit Onlinefokus und vielen Lieferanten, etwa Bata und Portwest |
| inriver (Malmö, Schweden) | SaaS-PIM für Hersteller und Marken mit vielen Kanälen | Grafisch angelegte Workflows für Fachanwender, Syndication mit Syndicate Advance im eigenen Produkt | Marken mit internationalem Vertrieb, etwa Fjällräven und Varner |
| Struct PIM (Odense, Dänemark) | Schlankes SaaS-PIM aus Skandinavien | Eigenes Lieferantenportal, Datenblätter und Kataloge aus dem PIM, auf schnelle Einführung ausgelegt | Mittelständischen Herstellern und Händlern, etwa KOMPAN und Stark |
| Pimcore (Salzburg, Österreich) | Plattform für PIM, MDM, DAM und CMS, Open Core, selbst betrieben oder als PaaS | Selbstbetrieb möglich, frei definierbares Datenmodell, öffentliche Preise, großes Partnernetz in DACH | Unternehmen mit eigenem Entwicklungsteam, etwa ebm-papst und Rügenwalder Mühle |
| Sales Layer (Valencia, Spanien) | SaaS-PIM mit DAM und Standard-Konnektoren | 30 Tage kostenlos testbar, fertige Konnektoren zu Amazon, Shopify, Adobe Commerce und weiteren Shops | Herstellern ohne eigenes Entwicklungsteam, etwa ACCIONA und Bellota |
| Plytix (Málaga, Spanien) | SaaS-PIM für kleine und mittlere Unternehmen | Einfache Bedienung, Tarife und Zusatzmodule offen auf der Website, Datenblatt-Editor | Marken und Händlern mit überschaubarem Sortiment, etwa Baldinini und Hagen Group |
| Pimberly (Manchester, Großbritannien) | SaaS-PIM mit DAM für Handel und Großhandel | Feste Jahrespreise ab 36.000 Euro, unbegrenzte Import- und Exportkanäle in allen Tarifen | Händlern und Großhändlern mit vielen Datenlieferanten, etwa IronmongeryDirect und TIMCO |
| Perfion (Dänemark, Boyum IT) | PIM mit DAM, eng an das ERP angebunden | Anbindung an Microsoft Dynamics 365 und SAP Business One, deutscher Ansprechpartner in Aachen | Mittelstand mit Dynamics oder SAP Business One, etwa eisenfischer und Dornbracht |
| Viamedici EPIM (Ettlingen, Deutschland) | Enterprise-PIM mit MDM und DAM, in der Cloud, hybrid oder On-Premises | Selbstbetrieb möglich, grafisch modellierte Workflows, komplexe technische Datenmodelle, Anbieter aus Deutschland | Herstellern technischer Produkte mit vielen Varianten, etwa TRUMPF und SICK |
Keine bezahlten Platzierungen: Auswahl und Bewertung der Anbieter sind herstellerneutral und beruhen auf öffentlichen Angaben.
Die Alternativen nach Ausgangslage
Sie wollen SaaS behalten, aber mehr aus einer Hand
Akeneo kommt Bluestone am nächsten und bringt Lieferantenportal und Marktplatz-Ausspielung als eigene Module mit. inriver passt, wenn Fachanwender Workflows selbst gestalten sollen. Wer vor allem Konsumgüter an große Händler liefert, sollte zusätzlich Salsify ansehen.
Sie wollen schneller und mit weniger Entwicklung starten
Struct PIM, Sales Layer und Plytix sind auf kurze Einführungen ausgelegt. Pimberly passt für Händler mit großen Sortimenten, die feste Preise schätzen. Perfion ist die naheliegende Wahl, wenn Microsoft Dynamics oder SAP Business One das führende System ist.
Sie wollen selbst betreiben
Pimcore und Viamedici EPIM laufen auch im eigenen Rechenzentrum. Für Handel und Händlerversorgung zeigt unser Branchenfilter Einzelhandel & E-Commerce weitere Anbieter.
Bluestone PIM oder Pimcore?
Diesen Direktvergleich suchen viele, weil beide Systeme Entwicklungsteams ansprechen. Im Betriebsmodell unterscheiden sie sich grundlegend. Den ausführlichen Vergleich mit Tabelle, Kosten und Fragen an beide Anbieter finden Sie unter Bluestone PIM vs. Pimcore.
- Betrieb: Bluestone ist reines SaaS, Hosting und Updates liegen beim Hersteller. Pimcore betreiben Sie selbst, im eigenen Rechenzentrum oder in Ihrer Private Cloud. Alternativ gibt es eine Enterprise Edition als PaaS mit Preis auf Anfrage.
- Lizenz: Bluestone rechnet nutzungsabhängig pro Monat ab. Pimcore steht seit Version 12 (Plattform-Release 2025.1) unter der Pimcore Open Core License (POCL). Kostenlos nutzen dürfen die Community Edition nur Unternehmen mit weniger als 5 Millionen Euro Jahresumsatz, der Betrieb als SaaS für Dritte braucht eine OEM-Lizenz. Darüber nennt Pimcore Listenpreise von 9.900 US-Dollar (Professional) und 29.900 US-Dollar (Enterprise) pro Jahr.
- OpenDXP: Wer eine freie Lizenz braucht, kann auf OpenDXP ausweichen. Das ist ein Community-Fork der Pimcore Community Edition 11 unter GPLv3, angestoßen von der Schweizer Agentur DACHCOM.DIGITAL. Einen Hersteller mit Supportvertrag gibt es dort nicht, Betrieb und Weiterentwicklung sichern Sie über einen Partner ab.
- Umfang: Pimcore verbindet PIM, MDM, DAM und CMS auf einer Basis und lässt das Datenmodell frei gestalten. Bluestone konzentriert sich auf PIM mit DAM und ergänzt den Rest über Erweiterungen und andere MACH-Dienste.
- Partner und Eigentümer: Pimcore hat im deutschsprachigen Raum ein großes Netz an Integratoren. Im August 2026 wurde der Verkauf der Mehrheit an den britischen Investor Tenzing angekündigt, die Kartellfreigabe stand zuletzt noch aus.
Unsere Einordnung: Bluestone passt, wenn Sie einen Commerce-Stack aus Cloud-Diensten aufbauen und keinen Server betreiben wollen. Pimcore passt, wenn Sie volle Kontrolle über Code, Daten und Hosting brauchen und mehrere Datendomänen auf einer Plattform steuern. Rechnen Sie bei Pimcore Hosting, Betrieb und Entwicklung mit ein. Mehr dazu in unseren Seiten Pimcore-Alternativen und Open-Source-PIM im Vergleich.
Wann Bluestone die richtige Wahl bleibt
- Composable Commerce: Sie setzen auf commercetools, Contentstack oder ähnliche MACH-Dienste und haben ein Team, das die Bausteine verbindet.
- Handel mit großen Sortimenten: Fallstudien wie Stadium und Zeeman zeigen den Schwerpunkt im Filial- und Onlinehandel.
- Nordische Märkte: Für die norwegische Baubranche gibt es fertige Anbindungen an NOBB und Cobuilder, dazu Referenzen wie Saint-Gobain Distribution Norway.
- KI und Digitaler Produktpass: MCP-Server, KI-Agent und eine eigene Lösung für den Produktpass sind bereits verfügbar.
- Kein eigener Betrieb: Sie wollen weder Server noch Updates verantworten und zahlen lieber nach Nutzung.
Diese Fragen sollten Sie jedem Anbieter stellen
- Welche Implementierungspartner haben Sie im deutschsprachigen Raum, und mit welchen Referenzen?
- Wie entwickelt sich der Preis über fünf Jahre, wenn Artikel, Sprachen und Kanäle wachsen?
- Welche Shops, Marktplätze und ERP-Systeme sind ohne zusätzliche Lizenz angebunden?
- Wie modellieren wir Freigabe-Workflows? Zeigen Sie das bitte mit unseren eigenen Daten.
- Wo liegen unsere Daten, und wie kommen wir bei einem Wechsel vollständig wieder heraus?
Häufige Fragen
Was kostet Bluestone PIM?
Bluestone veröffentlicht keine Preisliste. Der Preis wird monatlich berechnet und hängt von Nutzern, Artikeln, Sprachen, Datentransfer und angebundenen Marktplatz-Apps ab. Standard ist eine Vorauszahlung für drei Monate, für 6, 12 oder 24 Monate gibt es Rabatte.
Kann ich Bluestone PIM selbst betreiben?
Nein. Bluestone gibt es nur als SaaS. Wenn Sie selbst betreiben müssen, kommen etwa Pimcore, OpenDXP oder Viamedici EPIM in Frage.
Ist Pimcore günstiger als Bluestone PIM?
Nicht automatisch. Die Pimcore Community Edition ist nur für Unternehmen unter 5 Millionen Euro Jahresumsatz kostenlos, darüber beginnen die Listenpreise bei 9.900 US-Dollar pro Jahr. Dazu kommen Hosting, Betrieb und Entwicklung. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über fünf Jahre.
Welche Bluestone-Alternative passt für den Mittelstand in Deutschland?
Das hängt vom Ausgangspunkt ab. Akeneo hat eine Niederlassung in Düsseldorf und viele Partner in DACH. Perfion passt bei Microsoft Dynamics oder SAP Business One. Viamedici EPIM eignet sich für technische Produkte mit vielen Varianten, Struct PIM oder Sales Layer für einen schlanken Start.
Ihr nächster Schritt
Sie setzen Bluestone ein und überlegen einen Wechsel, oder Sie vergleichen Bluestone mit Pimcore und anderen Systemen? Wir prüfen herstellerneutral, welche zwei oder drei Optionen zu Ihren Daten, Ihrem Team und Ihrem Budget passen. Das Erstgespräch ist kostenlos: Termin vereinbaren. Den Ablauf einer strukturierten Auswahl zeigt unsere PIM-Auswahl.
Stand: Oktober 2026. Angaben zu Funktionen, Standards und Schnittstellen laut Herstellerangaben; bitte im Projekt prüfen.
Quellen
- Bluestone PIM: Bluestone PIM Secures Strategic Investment for Next Growth Phase (Januar 2024)
- Bluestone PIM: Kontakt und Standorte
- Bluestone PIM: Pricing Model
- Bluestone PIM: Kunden, Fallstudien und Pressemitteilungen
- Bluestone PIM: Fallstudie Stadium
- Bluestone PIM: Fallstudie Zeeman
- Bluestone PIM: Fallstudie Saint-Gobain Distribution Norway
- Bluestone PIM: Jernia partners with Bluestone PIM
- Bluestone PIM: Dolby enhances product data operations with Bluestone PIM
- MACH Alliance: Bluestone PIM joins the MACH Alliance as the first PIM platform (Mai 2021)
- Bluestone PIM: Extension Hub
- Bluestone PIM: Partner
- Bluestone PIM: MCP Overview
- Bluestone PIM: AI Agent
- Bluestone PIM: Digital Product Passport Solution
- Pimcore: Pricing
- Pimcore: Breaking free, Pimcore says goodbye to GPL and enters a new era with POCL
- Trending Topics: Pimcore mehrheitlich an Tenzing verkauft (August 2026)
- OpenDXP auf GitHub
- Akeneo Help Center: Supplier Data Manager
- Akeneo Help Center: Activation Overview
- Akeneo: Customer Story Bata
- Akeneo: Customer Story Portwest
- inriver: Syndicate Advance
- inriver: Customer Spotlight Fjällräven
- inriver: Customer Spotlight Varner
- Struct Docs: Supplier Onboarding Portal
- Struct: Case Study KOMPAN
- Struct: Case Study Stark
- Pimcore: Kunde ebm-papst
- Pimcore: Kunde Rügenwalder Mühle
- Sales Layer: Pricing
- Sales Layer: Case Study ACCIONA
- Sales Layer: Case Study Bellota
- Plytix: Pricing
- Plytix: Customer Story Baldinini
- Plytix: Customer Story Hagen Group
- Pimberly: Pricing
- Pimberly: Case Study IronmongeryDirect
- Pimberly: Case Study TIMCO
- Boyum IT: Perfion PIM
- Boyum IT: Kundenstory eisenfischer
- Perfion: Case Study Dornbracht
- Viamedici: EPIM/5
- Viamedici: Case Studies
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