Headless Commerce: Warum PIM unverzichtbar ist

Headless Commerce und PIM

Headless Commerce: Warum ein PIM die Datenbasis liefert

Headless Commerce trennt das, was der Kunde sieht, vom System dahinter. Der Shop, die App oder ein Display im Laden holen sich ihre Inhalte über Schnittstellen. Das macht flexibel: Produkte lassen sich in Social-Media-Feeds, auf Marktplätzen, in Apps oder über Sprachassistenten zeigen, ohne für jeden Kanal ein eigenes System zu bauen.

Das funktioniert aber nur, wenn auch die Produktdaten über Schnittstellen bereitstehen. Wer ein modernes Frontend aufbaut, die Daten aber weiter in einem starren Shopsystem pflegt, verschenkt den Vorteil. Für Headless Commerce ist ein PIM deshalb die zentrale Datenquelle. Es liefert strukturierte Produktdaten über APIs an jeden Kanal.

Was ein PIM im Headless Commerce leisten muss

Schnittstellen zuerst. Früher exportierten viele PIM-Systeme ihre Daten einmal pro Nacht als CSV-Datei. Ein PIM für Headless Commerce stellt Texte, Merkmale und Medienlinks über eine API bereit, meist im JSON-Format. Das Frontend fragt ein Produkt ab und bekommt sofort die aktuellen Daten.

Daten ohne Bezug zu einem Kanal. Im klassischen Shop werden Daten oft so gepflegt, wie es das Layout verlangt. Headless verlangt kleinteilige, neutrale Daten, zum Beispiel den Pflegehinweis als eigenes Feld statt versteckt im Fließtext. Nur dann kann eine Smartwatch den Hinweis allein anzeigen, während der Shop den ganzen Text zeigt.

Schnelle Auslieferung. Headless-Frontends sind auf Tempo ausgelegt. Wenn sie auf langsame Abfragen aus einem alten ERP warten, ist der Vorteil weg. PIM-Systeme mit guter API und Caching liefern Produktdaten schnell aus.

Grafik: Headless Commerce mit PIM als zentraler Datenquelle

Worauf Sie bei PIM im Headless-Setup achten sollten

Die API prüfen. Nicht jede PIM-Schnittstelle ist für Live-Abfragen aus einem Shop gebaut. Klären Sie in der Auswahl, ob sie auch unter Last schnell antwortet oder nur für Importe gedacht ist.

In Bausteinen denken. Im Composable Commerce ist das PIM ein Baustein unter vielen. Der Preis kommt aus einem Pricing-Dienst, das Bild aus dem DAM, der Text aus dem PIM, und das Frontend setzt alles zusammen. Wie gut sich das PIM einbinden lässt, ist deshalb das wichtigste Auswahlkriterium.

Texte kanalneutral schreiben. Formulierungen wie „klicken Sie unten“ ergeben auf einem Sprachassistenten oder im Katalog keinen Sinn. Schreiben Sie für das Produkt, nicht für eine bestimmte Seite.

„Unternehmen mit einem Composable-Ansatz setzen neue Funktionen um 80 % schneller um als ihre Wettbewerber.“

Fazit

Headless Commerce ist die Antwort auf immer mehr Kanäle. Damit die Freiheit im Frontend nicht zu Mehraufwand im Hintergrund führt, braucht es eine zentrale Datenquelle mit guter Schnittstelle. Genau das ist ein PIM. Es löst die Produktdaten aus dem alten Shopsystem und macht sie für jedes Gerät nutzbar.

Sie planen den Umstieg auf eine Headless- oder Composable-Architektur? Sprechen Sie uns an, wir prüfen, ob Ihr Datenmodell dafür bereit ist.

Mehr zum Thema: Bluestone PIM (MACH) · BetterCommerce · Die PIM-Evolution: Zwei Wege zum Ziel

Über den Autor

Matthias Kant ist Geschäftsführer der Digitize! GmbH, die hinter PIM-Consultants steht. Vorher war er im Marketing für den Independent Aftermarket bei Continental tätig sowie Projektleiter und Partner bei der Droege Group und bei KMC Marketing Consultants. Heute begleitet er Hersteller und Händler herstellerneutral bei der Auswahl und Einführung von PIM-Systemen. Mehr über das Team

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