PIM ROI: Warum sich die Investition rechnet

PIM ROI: Kosten und Nutzen eines PIM-Systems

PIM ROI: Warum sich die Investition rechnet und wie Sie ihn messen

Ein PIM-System kostet Lizenzen, Einführung und interne Zeit. Spätestens wenn das Angebot auf dem Tisch liegt, fragt die Geschäftsführung, was das Projekt bringt. Die Antwort „bessere Datenqualität“ reicht dafür selten. Wer das Budget bekommen will, muss den PIM ROI beziffern.

Der Nutzen eines PIM lässt sich in zwei Gruppen teilen: Einsparungen, weil weniger von Hand gepflegt und korrigiert wird, und zusätzlicher Umsatz, weil Produkte schneller und besser beschrieben online gehen. Beide lassen sich messen, wenn man vorher weiß, wo man heute steht.

Hebel 1: Einsparungen durch weniger Handarbeit

Der direkteste Effekt eines PIM ist, dass Routinearbeit wegfällt.

  • Weniger manuelle Pflege: Daten aus Excel-Listen kopieren, Fehler suchen, dieselbe Änderung in mehreren Systemen eintragen. Diese Arbeit übernimmt das PIM zu einem großen Teil. Wie viel Zeit das spart, zeigt eine einfache Messung vor und nach der Einführung.

  • Weniger Retouren: Falsche Maße oder Angaben zur Kompatibilität sind ein häufiger Grund für Rücksendungen. Jede Retoure kostet Versand, Prüfung und Wiedereinlagerung. Geprüfte Daten aus dem PIM senken diese Kosten.

  • Schnelleres Onboarding von Lieferanten: Mit einem Lieferantenportal liefern Zulieferer ihre Daten selbst im richtigen Format. Die Datenübernahme wird vom Projekt zur Routine.

Hebel 2: Mehr Umsatz durch bessere und schnellere Daten

Ein PIM spart nicht nur Kosten. Bessere Produktdaten verkaufen besser.

  • Höhere Conversion: Vollständige Texte, gute Bilder und Videos beantworten Fragen, bevor der Kunde abspringt.

  • Kürzere Time-to-Market: Wenn ein neues Produkt Tage statt Wochen braucht, bis es auf allen Kanälen steht, ist jede gewonnene Woche zusätzlicher Umsatz.

  • Neue Kanäle und Länder: Ein zusätzlicher Marktplatz oder eine neue Sprache ist mit einem PIM eine Konfigurationsfrage, ohne PIM meist ein eigenes Projekt.

PIM ROI berechnen

So berechnen Sie den PIM ROI in der Praxis

Eine belastbare ROI-Rechnung beginnt mit dem Ist-Zustand.

  • Kosten erfassen: Lizenzen, Einführung, Schulung und der interne Aufwand ergeben die Gesamtkosten über mehrere Jahre.

  • Heute messen: Wie viele Stunden pro Woche gehen in die Datenpflege? Wie hoch ist die Retourenquote wegen falscher Angaben? Wie lange dauert es, bis ein neues Produkt online ist?

  • Ziele festlegen: Setzen Sie realistische Ziele, etwa 40 % weniger manuelle Pflege oder 20 % weniger datenbedingte Retouren. Multiplizieren Sie das mit Ihren internen Stundensätzen und Prozesskosten.

„62 % der Konsumenten behalten Käufe eher, wenn die Produktinformationen klar, genau und ausführlich sind.“

Fazit

Mit einer ROI-Rechnung verschiebt sich die Diskussion von den Kosten zum Wert. Ein PIM ist dann keine Softwareanschaffung mehr, sondern eine Investition in Effizienz und Wachstum. Wer Einsparungen und Umsatzeffekte beziffert, macht den Wert der eigenen Produktdaten im ganzen Unternehmen sichtbar.

Sie möchten einen Business Case für Ihr PIM-Projekt aufstellen? Sprechen Sie uns an, wir helfen bei den Kennzahlen.

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Über den Autor

Matthias Kant ist Geschäftsführer der Digitize! GmbH, die hinter PIM-Consultants steht. Vorher war er im Marketing für den Independent Aftermarket bei Continental tätig sowie Projektleiter und Partner bei der Droege Group und bei KMC Marketing Consultants. Heute begleitet er Hersteller und Händler herstellerneutral bei der Auswahl und Einführung von PIM-Systemen. Mehr über das Team

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