
apollon im Gartner® Magic Quadrant™ für PIM 2026: Einordnung und was OMN 7 bringt
Gartner hat apollon im Magic Quadrant für PIM 2026 als Niche Player positioniert. Was OMN heute kann, was mit OMN 7 kommt und für wen apollon aus unserer Sicht passt.
Seit dem 30. September 2026 bekommt Akeneo PIM 7.0 in der Enterprise Edition On-Premise und als PaaS (Flexibility) keinen Support und keine Sicherheits-Patches mehr. Die Community Edition ist davon nicht betroffen: Akeneo pflegt sie weiter, die aktuelle Version 2026.4 erschien am 28. August 2026. Weil im Markt gerade viel Widersprüchliches kursiert, ordnen wir ein, was tatsächlich gilt und welche Wege Unternehmen mit Akeneo 7 jetzt haben.
Akeneo veröffentlicht für seine selbst betriebenen Editionen feste Supportdaten. Für Version 7.0, erschienen am 8. März 2023, lautete das Enddatum 30. September 2026. Nach Akeneos eigener Regel gibt es ab diesem Datum für eine Version weder technischen Support noch Fehler- oder Sicherheits-Patches. Der letzte Patch der 7er-Reihe, 7.0.88, erschien laut endoflife.date zwei Tage vor dem Stichtag.
Entscheidend ist der Geltungsbereich. Akeneos Supportseite bezieht sich ausdrücklich nur auf die PaaS- und die On-Premise-Editionen, nicht auf die Community Edition. Die SaaS-Version kennt gar keine Versionsnummern mehr, dort spielt Akeneo Updates laufend selbst ein.
| Edition | Stand seit 1. Oktober 2026 | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Akeneo 7.0 Enterprise Edition On-Premise | Kein Support, keine Patches | Läuft weiter, aber ohne Korrekturen. Weiter mit Herstellersupport geht es nur in der SaaS. |
| Akeneo 7.0 PaaS (Flexibility) | Kein Support, keine Patches | Wie On-Premise. Beim Umzug in die SaaS bleibt die bisherige URL erhalten. |
| Akeneo SaaS (Serenity, Growth und Enterprise) | Laufend aktualisiert | Keine Versionswechsel, Funktions- und Sicherheitsupdates spielt Akeneo automatisch ein. |
| Community Edition | Weiter gepflegt, aktuell 2026.4 | Korrekturen gibt es mit dem Upgrade auf die jeweils neue Version, ohne Herstellersupport. |
Eine Akeneo-7-Installation hört am 1. Oktober also nicht auf zu laufen. Sie bekommt aber keine Korrekturen mehr, auch nicht bei neu entdeckten Sicherheitslücken.
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In den vergangenen Monaten haben mehrere Blogbeiträge von Wettbewerbern und Dienstleistern behauptet, die Community Edition werde eingestellt oder ihr Support ende ebenfalls am 30. September 2026. Akeneos eigene Dokumentation sagt etwas anderes: Die Community Edition werde laufend weiter unterstützt, Fehler- und Sicherheitskorrekturen für die Community-Funktionen gebe es mit dem Upgrade auf eine neuere Version. Auch wir hatten die falsche Aussage zunächst übernommen und unsere Vergleichsseiten inzwischen korrigiert.
Die Release-Liste auf GitHub bestätigt das:
Mit dem neuen Schema ändern sich aber die Spielregeln. Akeneo nummeriert jetzt nach Jahr und laufender Nummer (vYYYY.Minor) und verzichtet auf semantische Versionierung. Abwärtskompatibilität zwischen zwei Versionen wird ausdrücklich nicht garantiert, Breaking Changes sind in jeder Version möglich. Laut endoflife.date erhält nur die jeweils neueste Version Fehler- und Sicherheitskorrekturen. Wer die Community Edition einsetzt, muss also regelmäßig aktualisieren und testen, statt jahrelang auf einer Langzeitversion zu bleiben.
Ebenso klar ist die Arbeitsteilung. Die neuen Funktionen, die Akeneo im Juli 2026 vorgestellt hat, darunter die agentische Oberfläche „Agentic Ziggy“ und die promptbasierte Bildbearbeitung im DAM, gehören zur Product Cloud, also zur SaaS-Plattform. In den Release Notes der Community Edition geht es um Technik-Updates und Fehlerbehebungen. Die Community Edition bleibt damit eine gepflegte Open-Source-Basis, aber nicht der Ort, an dem Akeneo Neuerungen ausliefert.
Für Unternehmen, die Akeneo 7 Enterprise selbst oder als PaaS betreiben, gibt es im Kern fünf Optionen:
| Option | Was dafür spricht | Worauf Sie achten müssen |
|---|---|---|
| 1. Wechsel in die Akeneo-SaaS | Von Akeneo empfohlener Weg; Updates und Sicherheits-Patches laufen automatisch; Zugang zu den neuen KI-Funktionen | Eigener Code und eigene Bundles werden nicht übernommen; Anpassungen nur über API und Apps; der Vertrag muss die SaaS umfassen |
| 2. Wechsel auf die Community Edition 2026.x | Keine Lizenzkosten, weiter im eigenen Betrieb, vom Hersteller gepflegt | Enterprise-Funktionen wie Rules Engine, Freigabe-Workflows, feingranulare Rechte und Asset-Management fehlen; kein Herstellersupport; laufende Upgrades nötig |
| 3. Weiterbetrieb ohne Support | Kein Projekt, kurzfristig keine Zusatzkosten | Keine Sicherheits-Patches; PHP 8.1 und MySQL 8.0 ohne Sicherheitsupdates; das Risiko wächst mit jedem Monat |
| 4. Langzeitpflege durch Dritte | Zeit gewinnen, Betrieb stabilisieren | Dienstleister und Community-Forks wie LibrePIM (kein offizielles Akeneo-Projekt) setzen auf der Community-Codebasis auf, nicht auf den Enterprise-Funktionen |
| 5. Wechsel auf ein anderes PIM | Gelegenheit, Anforderungen, Betriebsform und Kosten neu zu bewerten | Auswahl und Migration brauchen Zeit; Datenmodell, Schnittstellen und Prozesse werden neu aufgesetzt |
Akeneo beschreibt den Umzug in seiner Dokumentation recht genau. Voraussetzung ist Akeneo 7 mit dem neuesten Patch, ältere Versionen müssen zuerst auf 7 gebracht werden. Der Customer Success Manager bestätigt, dass der Vertrag die SaaS umfasst. Eigener Code und eigene Bundles müssen vorher entfernt werden, weil die SaaS-Version sie nicht unterstützt. Anpassungen laufen dort nur noch über API-Verbindungen und Apps aus dem App Store, auch selbst entwickelte. Den Umzug selbst übernimmt Akeneo nach einem Support-Ticket. Er dauert laut Akeneo typischerweise zwei bis vier Stunden, bei großen Katalogen länger, und jede Umgebung (Test, Staging, Produktion) wird einzeln migriert.
Der eigentliche Aufwand steckt also nicht im Datenumzug, sondern in den Anpassungen. Wer über die Jahre eigene Bundles für Importe, Exporte, Berechnungen oder Oberflächen gebaut hat, muss sie als App oder über die API neu umsetzen oder ersetzen. Genau das sollte vor jeder Entscheidung inventarisiert werden.
Akeneo 7 setzt auf PHP 8.1, MySQL 8.0 und Elasticsearch 8.4. Für PHP 8.1 gibt es seit dem 31. Dezember 2025 keine Sicherheitsupdates mehr, und MySQL 8.0 hat laut Akeneos eigenen Release Notes im April 2026 sein Lebensende erreicht. Eine Akeneo-7-Installation ohne Support sitzt damit auf mehreren Komponenten, die niemand mehr absichert. Für ein System, das Produktdaten an Shop, Marktplätze und Händler ausspielt, wird das spätestens bei der nächsten Sicherheitsprüfung zum Thema.
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Achten Sie darauf, welche Edition Sie vergleichen. Die Community Edition ist ein solides, kostenloses Kern-PIM, aber nicht das Produkt, das Akeneo in Präsentationen zeigt. Lassen Sie sich die Funktionen je Edition schriftlich bestätigen. Weitere freie Systeme zeigt unser Open-Source-PIM-Vergleich, kommerzielle und quelloffene Optionen unsere Seite Akeneo-Alternativen.
Akeneo zieht eine klare Linie: Die Enterprise-Funktionen gibt es nur noch als SaaS, die Community Edition bleibt als gepflegte Open-Source-Basis. Das passt zu einem Muster, das wir im ganzen Markt sehen. Auch Stibo Systems hat mit Version 2024.4 die letzte Funktionsversion für On-Premise ausgeliefert, wie wir im Beitrag zu Stibo Systems und TecDoc beschrieben haben, und Pimcore hat 2025 von GPLv3 auf eine eigene Open-Core-Lizenz umgestellt. Mit der Übernahme von PricingHUB im Juni 2026 baut Akeneo die Product Cloud zudem weiter aus, wie wir im PIM-Konsolidierungs-Report 2026 eingeordnet haben.
Für Enterprise-Kunden mit Akeneo 7 halten wir drei Dinge für entscheidend. Erstens sollte die Installation nicht monatelang ohne Patches weiterlaufen, sondern es braucht einen klaren Zeitplan. Zweitens lohnt es sich, vor dem Gespräch mit Akeneo die eigenen Anpassungen zu inventarisieren, denn sie bestimmen den Aufwand für die SaaS. Drittens sollte der Wechsel in die Akeneo-SaaS mit zwei oder drei Alternativen verglichen werden. Eine strukturierte PIM-Auswahl dauert erfahrungsgemäß zwei bis drei Monate. Das ist gut investierte Zeit, wenn die nächste Plattform wieder viele Jahre tragen soll.
Für Nutzer der Community Edition ist die Lage entspannter als oft dargestellt. Der Wechsel von 7.0 auf 2026.x ist der vorgesehene Weg. Wer aber KI-Funktionen, Freigabe-Workflows oder Herstellersupport braucht, wird sie in der Community Edition nicht bekommen. Und wer Beiträge zum angeblichen Ende der Community Edition liest, sollte prüfen, wer sie geschrieben hat: Häufig steht ein Migrationsangebot dahinter.
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Nein. Das Supportende am 30. September 2026 betrifft nur Akeneo 7.0 als Enterprise Edition On-Premise und als PaaS. Die Community Edition wird laut Akeneo weiter gepflegt, die aktuelle Version 2026.4 erschien am 28. August 2026.
Die Software läuft weiter, Akeneo liefert dafür aber keinen technischen Support, keine Fehlerbehebungen und keine Sicherheits-Patches mehr. Hinzu kommt, dass PHP 8.1 und MySQL 8.0, auf denen Akeneo 7 aufsetzt, selbst keine Sicherheitsupdates mehr bekommen.
Über den Customer Success Manager und ein Support-Ticket bei Akeneo. Voraussetzung ist Akeneo 7 mit dem neuesten Patch, eigener Code und eigene Bundles müssen vorher entfernt werden. Der Umzug dauert laut Akeneo typischerweise zwei bis vier Stunden je Umgebung.
Akeneo empfiehlt, vorher alle Migrationen des 7.0-Zweigs anzuwenden. Weil das neue Versionsschema keine Abwärtskompatibilität garantiert, sollte die Version in der composer.json fest eingetragen und jedes Update vorab getestet werden.
Das hängt von Branche, Datenmodell, Betriebsform und Budget ab. Eine Übersicht mit Einordnung finden Sie auf unserer Seite Akeneo-Alternativen und in den Vergleichen Akeneo vs. Pimcore, Akeneo vs. Salsify und inriver vs. Akeneo. Alle Anbieter mit Filtern nach Preismodell, Lizenzmodell und Branche zeigt unser PIM-Anbieterverzeichnis.
Stand: 24. Oktober 2026. Angaben beruhen auf Herstellerangaben und dem öffentlichen Repository und können sich ändern.
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