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PIM-Systeme im Vergleich 2026: 18 Anbieter im Überblick
Wer ein PIM-System sucht, findet schnell Dutzende Anbieter. Dieser Überblick stellt 18 verbreitete Systeme vor, dazu drei Open-Source-Alternativen. Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Rangliste. Welches System passt, hängt von Sortiment, Kanälen, Standards, ERP und Budget ab. Grundlage sind die Profile in unserem Verzeichnis mit 186 PIM-Anbietern und 143 Integratoren, Stand November 2026.
Kurz zusammengefasst
- Laut PIM-Consultants-Verzeichnis bieten 172 von 186 PIM-Anbietern ihr System als SaaS an, 52 auch zum Betrieb im eigenen Rechenzentrum.
- 135 der 186 Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. 28 starten unter 500 € im Monat, 43 bieten eine kostenlose Testversion.
- Die meisten Integratoren in unserem Verzeichnis betreuen Pimcore (56) und Akeneo (50), gefolgt von ATAMYA und Viamedici (je 20), Centric PXM (19) und Stibo Systems (15).
- Von den 143 Integratoren im Verzeichnis arbeiten 115 in Deutschland, 23 in der Schweiz und 6 in Österreich.
- Kein System ist für alle Unternehmen das beste. Entscheidend sind Datenmodell, Kanäle, Klassifikationsstandards, ERP-Anbindung, Betriebsmodell und ein passender Partner.
18 PIM-Systeme auf einen Blick
| System | Sitz des Anbieters | Betrieb | Preisangabe | Zielkunden | Integratoren im Verzeichnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Akeneo | Nantes, Frankreich | SaaS | ab 4.000 € p. M. | Mittelstand und Großunternehmen | 50 |
| ATAMYA | Bochum, Deutschland | SaaS, On-Premises | ab 500 € p. M. | Mittelstand und Großunternehmen | 20 |
| Bluestone PIM | Tønsberg, Norwegen | SaaS | auf Anfrage | Mittelstand und Großunternehmen | 3 |
| censhare | München, Deutschland | SaaS, On-Premises | auf Anfrage | Großunternehmen | 7 |
| Centric PXM | Campbell, USA | SaaS | auf Anfrage | Mittelstand und Großunternehmen | 19 |
| Informatica | Redwood City, USA | SaaS, On-Premises | auf Anfrage | Großunternehmen | 7 |
| inriver | Malmö, Schweden | SaaS | auf Anfrage | Mittelstand und Großunternehmen | 13 |
| novomind iPIM | Hamburg, Deutschland | SaaS, On-Premises | auf Anfrage | Mittelstand und Großunternehmen | 4 |
| Perfion | Dänemark | SaaS, On-Premises | auf Anfrage | Mittelstand und Großunternehmen | 1 |
| Pimcore | Salzburg, Österreich | SaaS, On-Premises | Community-Edition kostenlos (unter 5 Mio. € Umsatz), sonst Abonnement | Mittelstand und Großunternehmen | 56 |
| Plytix | Málaga, Spanien | SaaS | Standard kostenlos, Pro ab 149 € p. M. | kleine und mittlere Unternehmen | 1 |
| Quable | Paris, Frankreich | SaaS | auf Anfrage | Mittelstand und Großunternehmen | 6 |
| Salsify | Boston, USA | SaaS | auf Anfrage | Großunternehmen | 3 |
| Sales Layer | Valencia, Spanien | SaaS | auf Anfrage, 30 Tage Testversion | Mittelstand und Großunternehmen | 0 |
| SAP Commerce Cloud | Walldorf, Deutschland | SaaS | auf Anfrage | Großunternehmen | 14 |
| Stibo Systems | Aarhus, Dänemark | SaaS | auf Anfrage | Großunternehmen | 15 |
| Syndigo | Chicago, USA | SaaS | auf Anfrage | Großunternehmen | 9 |
| Viamedici | Ettlingen, Deutschland | SaaS, On-Premises | auf Anfrage | Mittelstand und Großunternehmen | 20 |
Zielkunden: Mittelstand bedeutet in unserem Verzeichnis bis 50 Mio. € Jahresumsatz, Großunternehmen darüber. Preisangaben laut Herstellerseiten, ohne Einführung und Betrieb.
Die Systeme im Einzelnen
Akeneo
Akeneo aus Nantes ist modular aufgebaut: Unternehmen lizenzieren nur die Bausteine, die sie brauchen, etwa Kern-PIM, DAM, Lieferanten-Onboarding oder Syndication. Mit 50 Integratoren hat Akeneo nach Pimcore das zweitgrößte Partnernetz in unserem Verzeichnis. Zum Profil
ATAMYA
ATAMYA aus Bochum hieß bis Mai 2025 eggheads und arbeitet seit über 30 Jahren an der Automatisierung von Produktdaten. Die ATAMYA Product Cloud läuft cloudnativ und baut KI-Funktionen aus, etwa Schnittstellen für KI-Agenten. Schwerpunkte laut Profil sind Bau und Maschinenbau. Zum Profil
Bluestone PIM
Bluestone aus Norwegen setzt auf eine modulare, API-basierte Architektur und auf KI. Ein MCP-Server erlaubt externen KI-Agenten den kontrollierten Zugriff auf die PIM-Daten. Zum Profil
censhare
Die Stärke von censhare aus München liegt in der Verbindung von Medien, Produktdaten und Publikation, vom gedruckten Katalog bis zum Onlineshop. Das ist interessant, wenn Marketing und Katalogproduktion eng mit dem PIM zusammenarbeiten. Zum Profil
Centric PXM
Centric PXM ist das frühere Contentserv und gehört heute zu Centric Software. Zu den Stärken zählen der direkte, lesende Zugriff von Shop und ERP auf die Produktdaten, eine international aufgestellte Supportorganisation und eine lückenlose Protokollierung. Zum Profil
Informatica
Informatica gehört seit November 2025 zu Salesforce. Product 360 ist das PIM-Modul einer umfangreichen MDM-Plattform und bringt fertige Anbindungen an Datenpools, branchenspezifische Klassifikationen und Vorlagen mit. Zum Profil
inriver
inriver aus Malmö ist auf einfache Bedienung für Fachanwender ausgelegt. Workflows lassen sich grafisch anlegen und direkt aus der Produktansicht starten. Zum Profil
novomind iPIM
novomind iPIM aus Hamburg ist stark bei sehr großen Sortimenten, beim Lieferanten-Onboarding mit iPIM Supply und bei der Katalogproduktion mit iPIM Print. Zum Profil
Perfion
Perfion stammt aus Dänemark und gehört seit 2023 zu Boyum IT. Das System zeigt für jedes Produkt, welche Angaben vorhanden sind und welche fehlen, und läuft als SaaS oder im eigenen Rechenzentrum. Zum Profil
Pimcore
Pimcore aus Salzburg verbindet PIM, MDM, DAM und CMS auf einer erweiterbaren Plattform. Seit Version 12 gilt die Pimcore Open Core License. Die Community-Edition ist kostenlos, etwa für Unternehmen unter 5 Mio. € Jahresumsatz, für Produktivbetrieb darüber braucht es eine kommerzielle Edition. Mit 56 Integratoren hat Pimcore das größte Partnernetz in unserem Verzeichnis. Zum Profil
Plytix
Plytix richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und veröffentlicht seine Preise. Der Standard-Plan ist kostenlos, Pro beginnt bei 149 € und Enterprise bei 699 € im Monat, jeweils für den kleinsten Katalog. Einführung, Beratung und Schulung gehören zum Angebot. Zum Profil
Quable
Quable aus Paris ist bei Mode-, Luxus- und Konsumgütermarken verbreitet. Die Bedienung richtet sich an Fachanwender. Zum Profil
Salsify
Salsify aus Boston verbindet PIM, DAM und Syndication und hat ein großes Netz fertiger Anbindungen an Händler, Marktplätze und Social-Commerce-Kanäle. Das System richtet sich vor allem an große Markenhersteller. Zum Profil
Sales Layer
Sales Layer aus Valencia ist schnell eingerichtet und lässt sich 30 Tage kostenlos testen. Fertige Konnektoren verkürzen die Anbindung an Shops, Marktplätze und ERP-Systeme wie SAP. Zum Profil
SAP Commerce Cloud
SAP Commerce Cloud bringt ein eigenes Product Content Management mit. Wenn der Webshop auf SAP Commerce läuft und die Produktdaten vor allem diesem Shop dienen, ist das naheliegend: keine zusätzliche Lizenz und keine zusätzliche Schnittstelle. Zum Profil
Stibo Systems
Stibo Systems aus Aarhus ist stark im Kern-PIM: Onboarding aus vielen Quellen, Datenqualität mit komplexen Regeln und Datenmodelle mit vielen Hierarchieebenen. Das System verbindet PIM und MDM und richtet sich an Großunternehmen. Zum Profil
Syndigo
Syndigo aus Chicago verbindet PIM, MDM, DAM und Digital Shelf Analytics. Das System ist vor allem bei großen, international tätigen Konsumgüterherstellern verbreitet. Zum Profil
Viamedici
Die Stärken von Viamedici EPIM zeigen sich bei Produkten mit vielen Varianten, technischen Merkmalen und Abhängigkeiten. Typische Kunden kommen aus Automotive, Maschinenbau, Elektrotechnik und Medizintechnik. Zum Profil
Open-Source-Alternativen
- Pimcore Community-Edition: kostenlos für Unternehmen unter 5 Mio. € Jahresumsatz, für Nicht-Produktivumgebungen, Hochschulen und gemeinnützige Organisationen.
- AtroPIM: Open-Source-Edition kostenlos zum Betrieb im eigenen Rechenzentrum, SaaS ab 400 € im Monat. Fertige ERP- und Shop-Anbindungen kosten extra.
- OpenDXP: Open-Source-Plattform, die nach dem Lizenzwechsel von Pimcore entstanden ist. Hintergründe im Beitrag OpenDXP.
Kostenlos heißt nicht ohne Kosten: Hosting, Einführung, Anpassungen und Wartung fallen trotzdem an. Was ein PIM-Projekt insgesamt kostet, zeigt unser Beitrag PIM-Implementierung und Kosten.
Der PIM-Markt in Zahlen
Laut PIM-Consultants-Verzeichnis, Stand November 2026:
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| PIM-Anbieter im Verzeichnis | 186 |
| davon mit SaaS-Angebot / mit On-Premises-Angebot | 172 / 52 |
| Preise nur auf Anfrage | 135 |
| Einstieg unter 500 € im Monat | 28 |
| mit kostenloser Testversion | 43 |
| Open Source | 6 |
| mit KI-Funktionen | 127 |
| mit Klassifikationsstandards (ETIM, ECLASS, GS1) | 55 |
| PIM-Integratoren im Verzeichnis | 143 |
| Integratoren in Deutschland / Schweiz / Österreich | 115 / 23 / 6 |
| DAM-Anbieter im Verzeichnis | 71 |
Mehrfachnennungen sind möglich, etwa wenn ein Anbieter SaaS und On-Premises anbietet oder ein Integrator in mehreren Ländern arbeitet. Alle Anbieter finden Sie im PIM-Anbieterverzeichnis, alle Partner im Integratorenverzeichnis.
So grenzen Sie die Auswahl ein
- Datenmodell und Sortiment: Wie viele Artikel, Varianten und technische Merkmale haben Sie? Komplexe, variantenreiche Sortimente brauchen ein flexibles Datenmodell.
- Kanäle: Welche Shops, Marktplätze, Händlerportale und Printkataloge sollen beliefert werden?
- Standards: Verlangen Ihre Abnehmer ETIM, ECLASS, BMEcat oder GS1?
- ERP und Systemlandschaft: Gibt es fertige Anbindungen an Ihr ERP und Ihren Shop?
- Betrieb und Budget: SaaS oder eigenes Rechenzentrum, Lizenz und Einführung zusammen betrachtet.
- Partner: Gibt es einen erfahrenen Integrator in Ihrer Region und Branche?
Branchenspezifische Bewertungen finden Sie in unseren Vergleichen, etwa für den Großhandel, Mode und Textil, Bau und Gebäudetechnik, Lebensmittel, Medizintechnik, Maschinenbau, die Elektrobranche und Automotive. Wie eine strukturierte Auswahl abläuft, beschreibt die Seite PIM-Auswahl.
Welche Systeme zu welcher Unternehmensgröße passen
Die Spalte Zielkunden in der Tabelle oben zeigt, an wen sich die Anbieter selbst richten. Das ergibt eine erste Einordnung, keine Rangfolge:
- Kleine Unternehmen und kleines Budget: Plytix richtet sich ausdrücklich an kleine und mittlere Unternehmen und ist im Tarif Standard bis 100 Artikel kostenlos. Kostenlos nutzbar sind außerdem die Pimcore Community-Edition für Unternehmen unter 5 Mio. € Umsatz und AtroPIM im eigenen Rechenzentrum. Im gesamten Verzeichnis nennen 28 Anbieter Einstiegspreise unter 500 € im Monat. Mehr dazu im Beitrag PIM für kleine Unternehmen.
- Mittelstand: 11 der 18 Systeme nennen Mittelstand und Großunternehmen als Zielkunden: Akeneo, ATAMYA, Bluestone PIM, Centric PXM, inriver, novomind iPIM, Perfion, Pimcore, Quable, Sales Layer und Viamedici.
- Konzerne mit mehreren ERP-Systemen: censhare, Informatica, Salsify, SAP Commerce Cloud, Stibo Systems und Syndigo richten sich vor allem an Großunternehmen. Ein eigenes MDM-Modul haben laut Verzeichnis ATAMYA, Informatica, novomind iPIM, Pimcore, Stibo Systems, Syndigo und Viamedici. Worauf es bei mehreren ERP-Systemen ankommt, zeigt der Beitrag PIM im Konzern.
Für mittelständische Hersteller zählen neben der Größe vor allem fünf Punkte: technische Merkmale und Klassifikationen wie ETIM und ECLASS, Varianten und Zubehör, Datenblätter und Kataloge direkt aus dem PIM, Austauschformate wie BMEcat für Händler und eine erprobte Anbindung an das eigene ERP. Welche Systeme in einzelnen Branchen verbreitet sind, zeigen unsere Vergleiche für den Maschinenbau, die Elektrobranche und Bau und Gebäudetechnik.
Häufige Fragen
Welche PIM-Systeme gibt es?
Unser Verzeichnis führt 186 PIM-Anbieter, Stand November 2026. Häufig genannt werden unter anderem Akeneo, ATAMYA, censhare, Centric PXM, Informatica, inriver, novomind iPIM, Perfion, Pimcore, Plytix, Salsify, Sales Layer, Stibo Systems, Syndigo und Viamedici.
Was kostet ein PIM-System?
135 von 186 Anbietern in unserem Verzeichnis nennen Preise nur auf Anfrage. Öffentliche Einstiegspreise reichen von kostenlosen Plänen (Plytix Standard, Pimcore Community-Edition) über 149 € im Monat (Plytix Pro) und 400 € im Monat (AtroPIM SaaS) bis zu Angeboten ab 4.000 € im Monat (Akeneo). Dazu kommen Einführung, Anbindungen und Betrieb.
Welche PIM-Anbieter kommen aus dem DACH-Raum?
Aus diesem Überblick unter anderem ATAMYA (Bochum), censhare (München), novomind (Hamburg), Pimcore (Salzburg), SAP (Walldorf) und Viamedici (Ettlingen). Weitere Anbieter finden Sie im Verzeichnis.
Gibt es kostenlose PIM-Systeme?
Ja, mit Einschränkungen: die Pimcore Community-Edition für Unternehmen unter 5 Mio. € Jahresumsatz, die Open-Source-Edition von AtroPIM und der Standard-Plan von Plytix. Hosting, Einführung und Wartung kosten trotzdem Geld oder eigene Arbeitszeit.
Welches PIM-System ist das beste?
Das hängt von Ihrer Ausgangslage ab: Sortiment, Kanäle, Standards, ERP, Budget und verfügbare Partner. Ein System, das für einen Modehändler ideal ist, passt nicht unbedingt zu einem Maschinenbauer. Unsere Branchenvergleiche und der PIM-Finder helfen bei der Vorauswahl.
Welche PIM-Systeme eignen sich für mittelständische Hersteller?
Ein bestes System für alle gibt es nicht. 11 der 18 Systeme in diesem Überblick nennen Mittelstand und Großunternehmen als Zielkunden. Für Hersteller zählen vor allem technische Merkmale, Klassifikationen wie ETIM und ECLASS, Varianten, Datenblätter und eine erprobte Anbindung an das ERP. Welche zwei oder drei Systeme passen, zeigt ein Abgleich mit Ihren Anforderungen.
Welche PIM-Systeme eignen sich für kleine Unternehmen?
Für kleine Unternehmen kommen vor allem SaaS-Systeme mit öffentlichem Einstiegspreis sowie kostenlose Editionen in Frage. Von den 18 Systemen in diesem Überblick richtet sich Plytix ausdrücklich an kleine und mittlere Unternehmen; im gesamten PIM-Consultants-Verzeichnis nennen 28 Anbieter Einstiegspreise unter 500 € im Monat.
Quellen
- PIM-Consultants: PIM-Anbieterverzeichnis und Integratorenverzeichnis, Stand November 2026
- Pimcore Documentation: Pimcore Editions
- Plytix Knowledge Base: Plytix Pricing
- AtroCore: Pricing
- Oaklins: Perfion has been acquired by Boyum IT
Stand: November 2026
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