Klassifikationen / Produktklassifizierungsklassen

Kurz gesagt: Klassifikationen ordnen Produkte nach festen Klassen und legen fest, welche Attribute ein Produkt dieser Klasse hat. Eine Hierarchie solcher Klassen heißt auch Schema oder Taxonomie. Bekannte Standards sind ECLASS, ETIM und GS1 GPC.

Klassifikation und Kategorie: der Unterschied

Kategorien gliedern ein Sortiment für Navigation und Kataloge. Klassifikationen beschreiben dagegen die Merkmale: Eine Klasse enthält keine Produkte, sondern eine Liste von Attributen. Jedes Produkt, das dieser Klasse zugeordnet ist, bekommt diese Attribute zur Pflege. Beide Strukturen existieren im PIM nebeneinander.

Beispiel

Ein Obsthändler legt die Klasse „Obst“ mit den Attributen Name, Produkt-ID, Beschreibung, Geschmack, Gewicht und Sorte an. Darunter liegen zwei Unterklassen: „Regional“ ergänzt das Attribut „Erzeuger“, „Exotisch“ ergänzt „Herkunftsland“ und „Großhändler“. Ein Apfel aus der Region erbt alle Attribute von „Obst“ und zusätzlich den Erzeuger, siehe Vererbung.

Standardklassifikationen

Im B2B verlangen Händler und Kunden oft Daten nach Branchenstandards: ECLASS in der Industrie, ETIM in der Elektro- und Sanitärbranche, GS1 GPC im Konsumgüterhandel, TecDoc im Kfz-Teilemarkt. Viele PIM-Systeme können solche Standards importieren und die eigene Klassifikation darauf abbilden. So lassen sich Daten automatisch im geforderten Format exportieren, etwa als BMEcat.

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