Collection / Sammlung von Produktinformationen

Kurz gesagt: Collection bezeichnet im PIM das Sammeln von Produktinformationen aus allen Quellen: ERP, PLM, Lieferanten, Fachabteilungen und Altsystemen. Es ist der erste Schritt der Information Supply Chain.

Woher Produktinformationen kommen

Produktinformationen entstehen verteilt im ganzen Unternehmen und darüber hinaus:

  • ERP: Artikelnummer, Bezeichnung, Gewicht, Zolltarifnummer, Preise.
  • PLM und CAD: technische Daten, Stücklisten, Zeichnungen.
  • Lieferanten: Datenblätter, Merkmale, Bilder, oft als Excel, BMEcat oder über Portale.
  • Marketing und Produktmanagement: Texte, Verkaufsargumente, Bilder.
  • Externe Quellen: Datenpools, Normen, Klassifikationsstandards.

Wie ein PIM Daten sammelt

Ein PIM importiert Daten über Schnittstellen, Dateiimporte oder ein Lieferantenportal und ordnet sie dem eigenen Datenmodell zu. Dabei werden Formate umgewandelt, etwa Einheiten oder Codelisten. Wichtig ist, für jedes Attribut festzulegen, welche Quelle führend ist. Sonst überschreiben sich Daten gegenseitig.

Beispiel

Ein Händler bekommt von 200 Lieferanten Daten in unterschiedlichen Formaten. Über ein Onboarding-Portal laden die Lieferanten ihre Daten selbst hoch, das PIM prüft Pflichtfelder und meldet Lücken zurück. Mehr dazu im Beitrag Lieferanten-Onboarding. Nach der Collection folgen Consolidation und Enrichment.

Siehe auch

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